Once Upon A Time


Direkt zum Seiteninhalt

TKJ SwP 500m Samurai

Berichte > Prüfungen


Schweiß: Rehschweiss, 1/4 dl
Stehzeit: mindestens 12h - 
Fährtelänge: ca 500m
Anzahl Haken:
Wundbetten: 1, nur Schneckenspur vorhanden
Anschuss: Rehschweiss, Schnitthaar, Wildbret
Gelände: Blätter, Tannnadeln, Dornen, über 1 Weg und Bach Brennesseln, zuerst steil abwärts, dann steil aufwärts, dann gerade
Ende: Gründecke
Richter: Max Straub (CH) und Tony Schmidiger (CH)


Der Anschuss war an einem Hang, es ging der Gräte, aber dann schräg berg ab bis zum Bach, über dem Bach, dann steil gerade hoch berg auf. Oben am Hang ca 3m ist der erste rechte Winkel. Von dort an gerade bis zum 2. linken Winkel. Nach ein paar Meter nach dem 2. Winkel über einen Weg in einem Stück nur mit Tannnadel bis zur Decke.

Nun die Arbeit beim Sami an der Schweißprüfung:
Anschuss hat Samurai sauber untersucht, wollte aber gerade bergab, statt links dem Hang. Da man mich bereits erklärte, dass der die Fährte längst dem Hang zu lief, musste ich Samurai schon korrigieren, was mich ziemlich aus dem ganzen Konzept gebracht hat. 
Bis zum Bach und wieder hinauf zum Hang habe ich ihn wie eine blinde Kuh gefolgt, im Innern völlig unsicher. Oben konnte ich einfach nicht glauben, dass man oben gleich den 1. Winkel machen würde, also genau vor dem Winkel habe ich eine Pause gemacht. Das hat dem Samurai aber bei seiner Konzentration völlig auseinander gerissen. Er wollte leicht nach rechts: ich Depp zog ihn zurück und sagte: Such Verwund, dann ging er halt gerade. 1. Abruf. 

Zurück an dieser Poste, dachte ich: okay, vorher hat er mit hohen Nase nach links angezeigt, also könnte es nach links gehen. Ich Depp hätte merken sollen, dass Samurai im Training auch Watten angezeigte. So war es. Er hatte die Watten links gerochen, ich glaubte dann, statt gerade, wäre in diesem Fall nach rechts. Aber leider habe ich falsch gedacht. Es folgte der 2. Abruf. Gleich zwei Abrufe an selben Stelle - ohje ohje...
Erst als man mich wieder an dieser Stelle zurückführte, hab ich die Markierung gesehen, und dann wusste ich, aha, es wäre ein Winkel gewesen! 

Im Nachhinein ist es mir klar, links wäre unmöglich, da alle auf der linke Seite gestanden haben. Sie würden sicher nicht auf der Fährte stehen, so dass der Hund durch sie durchgehen müsste.
Vor dem Winkel war sogar ein Bändelchen an einem Ast, welches herunter fiel und als man mich wieder an dieser Stelle zurückbrachte, hat Samurai sogar angezeigt. Ich dachte nur, es könnte irgendwelche Bändelchen von Kinder sein. Beim 2. Bändelchen hab ich natürlich verstanden, dass es ein Winkel sei.

Ich bekam dann ein Zusammenschiss von Max Straub, weil er sich geärgert habe, wie ich eine gute Arbeit versaut habe. Ich hab auch verrückt nach Schweiß gesucht, fand natürlich nix, hab dadurch nicht auf den Hund konzentriert. Ab den Zusammenschiss von dem Ober-Oberst-Richter, ging es perfekt bis ans Ziel, weil ich nichts mehr zu verlieren habe. Entweder bestehen wir die Prüfung oder wegen meiner Dummheit nicht.

Automatisch sah ich Schweiß und sogar Watten hinter den Bäumen! Der Wundbett war nur mit Schneckenspuren, Samurai hat intensiv daran geschnüffelt, also nahm ich an, es sei das Wundbett und hab es bei den Richter gemeldet.
Mein Problem war: bisher hab ich meine Fährte immer selbst markiert, somit beschisse ich mich selbst. Nur beim Edith war für uns zum ersten Mal eine Fremdfährte, aber die war zu kurz ca. 100-200m.

Die Prüfung ist somit für mich eine Art Generalprobe 500m lang meinen Hund zu vertrauen. Sam zeigt mir auch die Watten an, oftmals mit hohen Nase. Es war nicht immer leicht zu wissen, hohe Nase wegen Verleitung (Wild) oder hohe Nase wegen der nächsten Wattenmarkierung.

MN 17.08.2008



Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü