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Datum: 17.08.2008
Prüfungsart: TKJ 1000m Schweißprüfung
Hundeführer: Daniel
Revier: Kanton Zürich
Richter: 2
Stehzeit: mindestens 18 Stunden
Fährtelänge: mindestens 1000m
Schweiß: Rehschweiß, 1/4 dl
Ausarbeitzeit (auf 90 Minuten begrenzt) : ca. 35 Minuten gebraucht
Anzahl Haken: 3
Wundbetten : 2
Anschuss: Schnitthaar, aber kaum Rehschweiß und kein Wildbret -
Gelände: Sehr hügelig mit viel Bodenvegetation, so dass ich oft geglaubt habe, Pirschzeichen zu erkennen. Über ein Bachbett mit einigen kleinen Bachrinnen, ohne Vegetation, ca. 100 m Feld mit einem Winkel. Wenig Nadel oder Dornen.
Ende: Gründecke
Die 1000m Fährte wird ausgelost -
Ich muss hier und als erstes vorausschicken, dass ich mich nicht 100% an die Fährte erinnern kann, vor allem an den ersten Teil kurz nach dem Start bis zum Abruf.
Die Fährte: Der Anschuss war an einem Hang links hoch bzw. rechts abwärts, und die Fährte ging zuerst sicher 100 m ohne Höhenunterschied geradeaus. In der Bodenvegetation konnte man Pirschzeichen erkennen. Die Fährte ging dann rechts abwärts Richtung -
Die Schweißarbeit
Olorun hat den Anschuss sauber aufgenommen und hat die Fährte wunderbar angesaugt. Bis zum ersten Winkel ging er perfekt und ich konnte in der Vegetation erkennen, dass da jemand durchgegangen sein muss. Vor dem ersten Winkel, im kleinen Tal begann er zu faseln, ich habe ihn abgesetzt, gewartet und Wasser gegeben. Schließlich wieder angesetzt, und er hat gleich links weg gezogen -
Unterwegs gab es noch ein Wundbett, das Olorun schön angezeigt und geschnüffelt hat, mit Schnitthaar habe ich das gemeldet. Beim Dickicht habe ich daran gedacht, dass unsere Freunde Heinz und Kurt mal erwähnt haben, bei ihnen sei es durch ein Dickicht gegangen, wahrscheinlich darum habe ich nicht erkannt, dass Olorun eigentlich links hinunter wollte -
Ich habe Olorun etwa 20m zurückgenommen und abgesetzt. Er hat nach kurzer Zeit wieder schön links hinunter angezogen. Schließlich kam ein Bach ohne erkennbare Pirschzeichen (keine Vegetation, keine Fußabdrücke etc), aber Olorun hat lange an einem Ort geschnüffelt, als ob es ein Wundbett wäre -
Es ging dann wunderbar geradeaus weiter, nach dem Weg habe ich wieder Pirschzeichen in der Vegetation erkennen können bis aufs Feld. Da hat Olorun wieder zu faseln begonnen, so dass ich ihn abgelegt habe -
Als ich Olorun angesetzt habe, ist er schließlich völlig anders links weg … weiter unten am Waldrand habe ich dann einen weiteren "Eingang" in die Waldvegetation erkannt, so dass ich dachte, na ja, vielleicht hat Olorun recht.... Als wir wieder im Wald waren habe ich schließlich wieder Pirschzeichen in der Vegetation erkannt, so dass ich wusste wir sind richtig. Es ist dann bis zur Decke geradeaus entlang des Hangs gegangen, wobei ich immer wieder Pirschzeichen erkennen konnte.
Olorun hat eigentlich auf der ganzen Fährte immer stark gezogen wenn er drauf war, und gefaselt wenn nicht. Wenn er etwas abgelegt worden war, etwas Wasser getrunken hat, dann ist er immer wieder schön gegangen, und es war immer vor einem Winkel, wenn er gefaselt hat. Ich habe auf der ganzen Fährte keinen einzigen Tropfen Schweiß erkennen können.
Auf der ganzen Fährte war ich eigentlich immer sicher, selbst als ich den Abruf gekriegt habe, weil Olorun immer schön gearbeitet hat und ich sicher war, dass er voll auf der Fährte ist. Die Richter haben denn auch am Schluss gesagt, dass dies eine schöne Arbeit des Gespanns gewesen sei. Ich sollte allerdings Olorun noch mehr trauen; der einzige Abruf wäre nicht nötig gewesen.
28.08.2008 DS
Art. 16 Abruf auf der 1000m Fährte
Müssen die Richter den Führer in Anwendung von Art. 11 vorstehend abrufen, so muss der Führer selbständig und ohne Einweisung durch die Richter auf die Fährte oder Pirschzeichen zurückgreifen.
Beim 3. Abruf durch die Richter ist das Gespann durchgefallen.