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Es kam schon ein paar Male vor, dass Olorun eine bestimmte Art von "Durchfall" bekam, die ich sofort erkannte, welche Behandlung er brauchte. Der Geruch stank nicht wie üblich, sondern wie verfault, die Farbe hatte nicht die Farbe der Äsung, sondern dunkel.
Die Behandlung beim Tierarzt jedes Mal immer gleich: "zuerst 24 Stunden ohne Fütterung, anschließend nur Poulet & Reis. Wenn nicht besser dann Antibiotika. Bitte bringen Sie uns eine Kotprobe."
Nach langem "24 Std und Diät", und Verschlechterung der Kotzustand wurde er doch jedes Mal schlussendlich mit Antibiotika behandelt. Diagnose vom Labor immer dasselbe: "zuviel Bakterien im Kot".
Mit der Zeit konnte ich auch ohne Labradoruntersuchung, die Diagnose erkennen, und am liebsten hätte ich dem Tierarzt gesagt: "Bitte geben Sie ihm doch gleich die Antibiotika!"...
Letzte Woche war es wieder so ein Fall. Am Donnerstag bemerkte ich, dass sein Kot wieder weich war, anfangs normal, die Farbe aber "gesund" gelblich, nur gegen Schluss dünn. Ich habe keine große Beachtung geschenkt, denn Olorun ist ein ungeduldiger Typ. Er muss jedes Mal noch während dem Losen oder Urinieren weglaufen, anstatt sein Bedürfnis fertig zu beenden. Dass sein Kot hie und da gegen Schluss dünn wurde, weil er so ungeduldig war, war bald sein normal Zustand.
Aber immer dann wenn die Tierarztpraxis über Wochenende geschlossen sind, müssen die Gesundheitszustände der Tiere sich verschlechtern. Samstag abends 20:00h war es nicht mehr weich, keine Art wie Brei, sondern sogar flüssig wie Wasser, trotz "ein Handvoll Reis mit ein paar Streifen Hühnerfleisch". Der Geruch wie verfault und die Farbe dunkel. Aha "zuviel Bakterien im Kot, er braucht Antibiotika".
Was soll ich tun, sofort ins Tierklinik fahren als Notfall? Er hat kein Fieber, will immer essen, ist immer noch aufgestellt und voller Energie. Eigentlich kein Ernstfall. Der Tierarzt würde uns sowieso immer die gleiche Behandlung verabreichen, bevor man ihm Antibiotika gibt.
Da erinnerte ich mich, wie Olorun in seiner Lausbuben-Zeit einmal die Rehdecke aus dem Rucksack stahl, 3/4 davon fraß und danach 1 Woche lang Verstopfung bekam. In der Natur gibt es ja kein Antibiotika. Die Wölfe und Füchse fressen ihre Beute samt der Balg, bzw. die Decke auf. Also könnte es doch sein, dass Balg und Decke eine Bedeutung haben?
Ich suchte den Rest der Decke und schenkte diesen dem Olorun. Noch am selben Abend fraß er die Decke auf. Sofort kein Durchfall mehr. Kot war nicht mehr flüssig, sondern weich und nahm sogar wieder an Gestalt. Nur Geruch und Farbe zeigte mir, dass es noch nicht ganz gesund war.
Nach knapp 24 Stunde ohne Fütterung, erst gestern abends (Sonntag 19:00) Reis mit Hühnerfleisch ist sein Kot heute morgen wieder ganz normal, Farbe gelblich und kein komischer verfaulter Geruch. Und Olorun? Der freut sich sehr, dass er wieder seine Ration essen darf.
Rehdecke als Hilfsmittel gegen Durchfall, ist doch sehr interessant!
Die Schnitthaaren haben sozusagen seine Körper entgiftet, bzw. seinen Darm gereinigt. Normalerweise muss Olorun nach 4 Tage extremen Durchfall immer mit Antibiotika behandelt werden. Aber diesmal erspart uns der Besuch beim Tierarzt, und innerhalb von 24 Stunden war seine Losung wieder ganz normal, und Olorun durfte wieder wie üblich gefüttert werden.
MN 13.07.2004
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