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Unsere Reise zur Niederwildjagd ins Burgenland fing ganz toll an...
Nach dem Picking-up in Frankreich musste der neue SsangYoung erneut in die Werkstatt, da der Stossdämpfer auf der rechten Seite defekt war. Auto, 15 Monate alt, mit ~43'000km und schon der Stossdämpfer hinüber... Kaufe nie einen koreanischen SsangYoung!
Also blieb uns nichts anderes übrig, den alten Subaru Outback für die Reise nach Burgenland zu nehmen, wo wir kaum Platz für die Hunde, Flinten und Gepäck haben.
Freitag, in Diepoldsau (CH) meinte Daniel: "Komm, lass uns die Hunde hier versäubern." Wir stiegen aus und da bemerkte Daniel durch Zufall, dass der hintere rechte Reifen ziemlich platt war. So ein Mist, Hunde wieder rein und schnell zur nächsten Werkstatt. Die konnte uns aber nicht helfen und schickte uns in die 2. Werkstatt, die uns dann schließlich zur 3. Werkstatt weiter schickte.
Dort endlich nahm man sich Zeit für uns. Während sie den Reifen untersuchten, ging im ganzen Dorf die Elektrik aus! Mit Taschenlampen und Wasser konnte man schließlich feststellen, dass das Ventil am Reifen defekt war, eine Kleinigkeit für die Garagisten. Die erste Panne war behoben, aber das war noch nicht alles!
Samstag nach der Jagd, als wir ins Hotel zurückfahren wollten, stellte Daniel fest, dass der Scheinwerfer auf der rechten Seite nicht mehr leuchtete. Es war schon zu dunkel und auch zu spät, um noch daran zu basteln, also fuhren wir mit einem Scheinwerfer zum Hotel zurück. Es war ja nur eine Fahrt von 10 Minuten.
Außerhalb des Dorfes, mitten in der Natur, wurden wir von der österreichischen Polizei angehalten.
Polizist: "Sie wissen aber, weshalb wir sie anhalten?"
Ich als Fahrer: "Ja, wegen dem Scheinwerfer auf der rechten Seite."
Polizist: "Und warum fahren Sie? Sie dürfen mit ihrem Auto nicht fahren."
Ich: "Aber der linke Scheinwerfer funktioniert ja. Wir wollen nur ins nächste Dorf zum Hotel."
Polizist: "Trotzdem ist es verboten weiterzufahren. Das Auto bleibt hier."
Ist das ein Aprilscherz, sie wollen mich wohl verarschen, dachte ich nur und bevor ich vor Wut platzte, stieg zum Glück Daniel aus dem Auto und sprach mit den Polizisten weiter.
Daniel: "Sollen wir die Lampe hier im dunkeln ersetzen? Wir hätten eine Ersatzlampe, würden Sie sie für uns ersetzen?"
Polizist: "Nein, kommt nicht in Frage, das müssen Sie selbst tun."
Daniel: "Sollen wir hier auf der Strasse stehen bleiben und hier übernachten?"
Ich: "Wir wollen ja auch nur bis zum nächsten Dorf fahren, dort ist unser Hotel"
Im Hintergrund der zweite Polizist: "Lass sie gehen"
Polizist gab schließlich nach "Okay, bis zum Hotel, aber dann gehört das Auto nicht mehr auf die Strasse. Haben Sie Nebellichter? Dann schalten sie diese ein."
Also in der Schweiz dürfen wir die Nebellichter nur einschalten, wenn es neblig ist, ansonsten macht man sich strafbar. Es war nur stockdunkel mit klarem Sternenhimmel, aber kein Nebel! Wegen einem Scheinwerfer so viel Tam Tam und dafür ohne Nebel Nebellichter einschalten, so einen Käse habe ich -selbst als Schweizer- noch nicht gehört.
Am nächsten Tag, während wir auf der Jagd waren, konnte der Vetter eines Jägers unser Problem beheben und ersetzte den defekten rechten Scheinwerfer. Vorsichtshalber haben wir an einer Tankstelle zusätzlich gleich 2 Glühbirnen gekauft, für den Fall, dass der linke Scheinwerfer auch noch aus ging.
Zurück von der Jagd am Mittag testete Daniel die Lichter; beide leuchteten auf. Okay, das passt. Dann stellte er den Motor wieder ab, dann wieder an, um erneut zu testen. Oh Schreck, auf einmal hatten der linke Scheinwerfer und die Standlampen ihren Geist aufgegeben. Das darf aber wirklich nicht sein! Nochmals den Vetter kommen lassen? Glücklicherweise habe ich meine Subaru-Werkstatt oft bei der Arbeit beobachtet und konnte deshalb die kaputte Lampe des linken Scheinwerfers selbst auswechseln. Die beide Standlampen, die auch auf der Reise kaputt gingen, ließen wir zu Hause auswechseln.
Das Erlebnis mit den österreichischen Polizisten werde ich wohl so schnell nicht vergessen.
MN 25.11.2008





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