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Berichte > Jagd
Letzten Samstag/Sonntag waren wir zu einer Hubertusjagd (Hasen, Fasanhahn, Rebhuhn) an der österreichisch-slowakischen Grenze eingeladen.
Wir haben nicht daran gedacht, dass es für Balia etwas NEUES sein sollte. Bisher hat sie Hasen problemlos aufgenommen und apportiert. Doch an diesem Samstag lernte unsere knapp 12 Jahre alte Balia zum ersten Mal einen angeschossenen Hasen apportieren. Sie kannte bisher nur 100% tot.
Ich und Olorun standen im Mais und sahen wie ein Schütze neben mir auf einen Hasen schoss. Da es von der Entfernung nicht weit war, hab ich Daniel zugerufen, unsere Balia zu schicken.Sie rannte zum Hasen, beschnüffelte diesen und wollte den Hasen zuerst aufnehmen, doch als sich dieser bewegte, drehte sie sich ab und rannte zu Daniel zurück. Ich konnte leider nichts erkennen und dachte, es war ein Runner und Balia habe die Spur verloren.
Da rief mir den Jagdleiter zu, ich solle Olorun schicken. Etwas verwirrt kamen wir aus dem Mais heraus, und ich sah, wie sich ein Hase um sich selbst drehte. Der war getroffen. Olorun hatte ihn sofort gepackt und mir gebracht. Der Hase war zu lebendig, daher hat Balia nicht verstanden, dass sie ihn aufnehmen sollte.
Gleich darauf traf Daniel einen Hasen. Dieses Mal lag er und wir dachten, so dieses Mal würde Balia bringen. Balia rannte zum Hasen, wollte aufnehmen, der Hase schrie, worauf Balia sofort diesen ausspuckte und erneut leer zurück kam. Ich musste wieder den Olorun schicken.
Wir waren total enttäuscht von ihr. Für die nächsten paar Hasen ließen wir Balia nicht mehr apportieren. Als Balia genug gesehen hatte, wie Olorun einen Hasen nach dem anderen brachte, versuchten wir nochmals Balia auf einen Hasen zu schicken, von dem wir glaubten, er sei 100 % tot. Balia rannte hin, packte den Hasen, der Hase schrie, doch dieses Mal ließ sie ihn nicht mehr los.
Sie hat doch noch gelernt, keinen Unterschied zu machen, ob 100% tot oder nur angeschossen.
30. Oktober 2007, MN