Once Upon A Time


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BLP

Berichte > Prüfungen


(BLP v. 30.9.2001 in D-Horb b. Neckar)

Meine 16-monatige Hündin „Once Upon A Time Yanac“ und ich hatten uns vorgängig für ÖRC-BLP vorbereitet. Ziemlich kurz entschlossen, meldete ich uns für die BLP in Horb bei Neckar an. Da meine Entscheidung dermaßen spontan war und ich keine Gelegenheit hatte, jemals eine DRC-BLP zu trainieren, machte ich mir keine große Hoffnung, dass wir die Prüfung bestehen würden. Ich betrachtete dies als ein gutes Training.Den 30. September werde ich nie vergessen. Wir wurden mit einem eiskalten Hundewetter begrüßt. Regen nichts als Regen. Aber gegen Mittag lachte uns die Sonne an. 5 Gespanne, davon 4 Labradore und ein Golden-Retriever.

Als ich morgens die Nummer Eins zog, dachte ich mir „welch ein Pech!“ Nicht einmal die Chance hatte ich, noch ein Weilchen zuzuschauen, wie man nach Vorschrift vorgehen sollte. Schon bei der ersten Aufgabe, die Schussfestigkeit beim Wasser, traten wir bei den Richtern ohne die Ente an, aber Dietmar Balogh war so lieb und sprang als mein Coach ein; er gab mir den Tipp, das Wild beim Empfang in eine Tasche zu legen, um mit gemeinsam "Beute" zu machen und besorgte mir eine Umhängeleine, da ich bei der Leinenführigkeit mit einer normalen Jagdleine antreten wollte. Bisher war ich gewohnt, dass man mit leeren Händen antritt und wiederum mit leeren Händen abtritt. Zwar hatte ich zweimal Gelegenheit auf ÖRC-BLP zu trainieren, aber zwischen den ÖRC-BLP und DRC-BLP gibt es doch einige kleine unterschiedliche Details.

Glücklicherweise leistete meine kleine „Yanac“ sehr gute Arbeit und rettete uns den Tag. Ich hingegen war überhaupt nicht organisiert. Ich empfand mich als sehr chaotisch. Ich kam mir vor wie ein Außerirdischer, der nicht die geringste Ahnung hatte, wie er sich auf der Erde verhalten und bewegen soll. Ich überhäufte die Richter mit Fragen, was ich machen oder nicht machen dürfte. Zu meinem Glück zeigten sich die Richter sehr geduldig und verständnisvoll.

Was mich an diesem Tag am tiefsten beeindruckt hatte, war das angenehme familiäre Arbeitsklima. Bei Working Tests oder Cold Game Tests erlebe ich eine ganz andere Atmosphäre; meistens kämpft jeder für sich und niemand kümmert sich um den anderen. Bei jeder Aufgabe verkündete unser Richter und Obmann Edgar Wagner die Noten vor uns allen und erklärte uns die Gründe für die Punktabzüge. So wusste jeder, wo er stand, welche Fehler gemacht wurden und alle hatten sofort die Möglichkeit zu fragen oder Einspruch zu erheben. Es gab keine Geheimnisse. Schließlich freuten wir uns, dass alle 5 Gespanne die Prüfung bestanden hatten.

Hier habe ich mich sehr wohl und angesprochen gefühlt! Die Arbeit der Hunde hat im Vordergrund gestanden. Auch hat mir gefallen, dass das Ergebnis und die Rangfolge erst nach dem gemeinsamen Essen verkündet worden sind. Ich hatte den Eindruck, dass nicht, wer was gewonnen hatte, sondern das gemütliche und freundschaftliche Beisammensein vorgezogen wurden. Wir waren die Einzigen aus dem Ausland, aus der Schweiz, und sind von allen warmherzig empfangen und aufgenommen worden.

Unser herzliches Dankeschön geht an die reibungslose Organisation: Frank Kienle und Dietmar Balogh – das kompetente und faire Richterteam Edgar Wagner, Udo Himmelmann, Jürgen Aurahs, die Anwärter Martin Eberle und Klaus Schmidt – Herrn Wolfgang Berger, der uns sein schönes abwechslungsreiches Gelände zur Verfügung gestellt hat – die Zuschauer, die uns moralisch unterstützt und mit uns gezittert haben – das Wirts-Ehepaar Zimmermann, das uns nach der Prüfung so sehr verwöhnt hat – und nicht zuletzt an die Teilnehmer mit ihren Hunden, die sehr sportlich und vorbildlich gewesen sind.

Last but not least ein besonderer Dank an Edgar Wagner, der mich zu dieser Prüfung angespornt hat.

MN 03.10.2001


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